DIE HISTORIE DES PFERDE-RENNSPORTS

Pferderennen sind fast so alt wie die Welt. In antiken Kulturen wie etwa Ägypten, Syrien, Babylonien und Griechenland wurden schon Pferderennen durchgeführt. Und sogar im alten China. Um 680 v. Chr. wurden bei Olympischen Spielen die ersten Wagenrennen ausgetragen. Ein wichtiger Wirtschaftszweig waren Pferderennen im Römischen Reich.

Auch die Araber ritten mit ihren Pferden Rennen über große Distanzen. DieAraber-Pferde besitzen durch ihre Ausdauer, Ausgeglichenheit, Vielseitigkeit sowie durch Ehrgeiz und Lernfähigkeit einen guten Ruf. Auf Turnieren sind sie sehr erfolgreich. Die Pferdeart gilt als charakterlich stark und menschenbezogen.

Pferdesport in England

Bereits im 16. Jahrhundert fanden in England die ersten überlieferten Pferderennen statt. Zu den damaligen Zeiten war es üblich, dass zwei Adlige sich gegenseitig herausforderten. Die Grafschaft Suffolk bezeichnet sich selbst als „Welthauptstadt des Pferdesports“.

Als Begründer des Pferdesports im alten England wird der leidenschaftliche Reiter Charles II., König von England genannt. Einen Sieg errang er 1671 mit seinem Pferd Old Rowley in New Market. Die Rennstrecke dort beträgt 2.000 Meter. Pferderennen werden heutzutage hier jährlich im Frühling, Sommer und Herbst ausgetragen. Das dortige Museum dokumentiert die Geschichte des Galoppsports in England. Ferner befindet sich dort ein Zuchtgestüt für Englische Vollblüter.

Pferdesport in Deutschland

Die älteste Rennbahn in Deutschland liegt zwischen dem Ostseebad Heiligendamm und Bad Doberan. Das erste organisierte Pferderennen fand hier 1822 nach englischem Vorbild statt.
Die bekannteste Pferdebahn liegt in Iffezheim in der Nähe von Baden-Baden. Sie hat internationalen Ruf und wurde von einem französischen Spielbankpächter etabliert.

Aktuell gibt es in Deutschland etwa 50 Pferderennbahnen. Darauf werden jährlich zahlreiche Rennen ausgetragen. Zu den beliebtesten und bedeutendsten Rennen gehören die Große Wochen in Iffezheim, das Düsseldorfer Stuten Derby, das Hamburger Derby und die Galopprennen von München-Riem.

Allgemeines

Rennpferde werden in bestimmte Klassen eingeteilt. In den Rennen legen die Sprinter etwa 1.200 Meter zurück, die Meiler bis 1.800 Meter und die Steher sogar bis 3.200 Meter.

Der Beruf des Jockeys ist typisch männlich. Wenige Frauen kommen bei Profi-Galopprennen zum Zug. Es heißt, Frauen seien weniger muskulös und brächten daher weniger Kraft und Kondition mit, um ein langes Rennen zu bewältigen.